Arteriosklerose

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen und Risikofaktoren, die zu Arteriosklerose führen, sind vielfältig. Neben der Vererbung gehört aber auch der Lebensstil zu solchen Einflussfaktoren. Lernen Sie mehr über die Arterienverengung (Arteriosklerose) und was Sie selbst für Ihre Gesundheit tun können.

Was ist Arteriosklerose?

Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut. Bei einer Arteriosklerose sind sie durch Fett- und Kalkablagerungen, sogenannte Plaques, verengt oder verstopft. Die Ursachen einer Arteriosklerose können vielfältig sein.

Je nachdem wie viele Gefäße von Ablagerungen betroffen sind, spricht man von einer 1-Gefäßerkrankung bis zur 3-Gefäßerkrankung, wenn die drei größten Äste der Herzkranzgefäße verengt sind. Durch verengte Herzkranzgefäße wird der Herzmuskel nicht ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt und verliert an Pumpfähigkeit.

 

Mehrgefäßerkrankung

Bei Mehrgefäßerkrankungen wird der Herzmuskel in mehreren Bereichen schlecht mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Je mehr Gefäße verstopft sind, desto grösser ist das Risiko einen folgenschweren Herzinfarkt zu erleiden. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass während eines Herzkathetereingriffs der Herzmuskel Schaden nimmt. Das liegt daran, dass das Herz bei vielen verstopften Gefäßen wenig Möglichkeiten hat, die Belastung während eines Eingriffs zu kompensieren. Patienten mit Mehrgefäßerkrankungen werden häufig als Hochrisikopatienten eingestuft. Für solche Patienten kann ein Herzkathetereingriff mit Unterstützung durch eine Herzpumpe sinnvoll sein.

Ursachen für Arteriosklerose

Es gibt zwei Arten von Risikofaktoren, die zu einer Arteriosklerose führen können:

  • Risikofaktoren, die durch den Lebensstil und andere Erkrankungen entstehen
  • Glücklicherweise lässt sich die Lebensweise beeinflussen und das Risiko einer Arteriosklerose senken.

Tabakkonsum ist eine wichtige Ursache von Arteriosklerose

Den größten Einfluss auf die Bildung von Plaques in Gefäßen hat der Konsum von Tabak. Mit dem Rauchen aufzuhören wird von der Bundesärztekammer sogar als „die wichtigste therapeutische Einzelmaßnahme bei Patienten mit Gefäßerkrankungen“ bezeichnet. Das heißt: Keine andere Maßnahme ist besser für Ihr Herz, als Zigaretten endgültig aus dem Alltag zu verbannen. Ein passendes Programm sollte Ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechen und sich gut in Ihren Alltag integrieren lassen.

Ernährung und Bewegung

Neben dem Rauchen zählen auch eine ungesunde Ernährung verbunden mit mangelnder Bewegung und Übergewicht zu den Risikofaktoren. Die Kombination aus ungesundem Essen und zu wenig Sport führt häufig zu Übergewicht und ungünstigen Blutfettwerten. Eine gesunde Ernährung ist besonders sinnvoll in der Vorbeugung einer Herzerkrankung, noch bevor es zu Arteriosklerose kommt.

Wie ernähre ich mich herzgesund?

Ungesunde Ernährung und Übergewicht gehören zu den Ursachen für Arteriosklerose.

Mit der richtigen Kost können Sie einer Erkrankung jedoch vorbeugen: die herzgesunde Ernährung ist ballaststoffreich und beinhaltet viel Obst und Gemüse. Alternativ zu frischem Gemüse eignen sich auch gefrorene Produkte, da die Nährstoffe hier erhalten bleiben. Bei allen Nahrungsmitteln sollten Sie auf einen niedrigen Salzgehalt und ein gutes Verhältnis von Fettsäuren achten.

Gesunde Fette

Fisch, Olivenöl und andere Pflanzenöle enthalten gesunde mehrfach ungesättigte Fette. Fleisch und Milchprodukte sind reich an den weniger gesunden gesättigten Fetten. Das heißt nicht, dass man ganz auf bestimmte Lebensmittel verzichten muss, allerdings sollte herzgesundes Essen bevorzugt werden.

Im Internet gibt es viele hilfreiche Ressourcen für eine gesunde Ernährung. Ihr Arzt kann Ihnen Schulungen vermitteln, die Ihnen eine passende Ernährung praktisch beibringen. Eine gesunde Lebensweise lohnt sich immer – nicht nur für Herzpatienten. Starten Sie mit kleinen Änderungen in Ihrem Alltag und machen Sie sich die Umstellung so leicht wie möglich.

Welche Erkrankungen schädigen das Herz?

Neben den genannten Ursachen für Arteriosklerose gibt es einige Erkrankungen, die das Herz schädigen. Ein dauerhaft hoher Blutdruck führt dazu, dass das Herz immer gegen einen hohen Widerstand anpumpen muss. Dadurch wird auf Dauer der Herzmuskel geschädigt. Grund für einen Anstieg des Blutdrucks können zum Beispiel eine Nierenerkrankung mit Nierenversagen oder Zuckerkrankheit sein.

Bei letzterem kommt hinzu, dass ein hoher Blutzuckerwert langfristig die Gefäße schädigt. Durch die Behandlung dieser chronischer Erkrankungen wird also nicht nur die Erkrankung selbst gelindert sondern auch das Risiko für Herzkrankheiten gesenkt. Die vom Arzt empfohlene Therapie mit beispielsweise blutdrucksenkenden Medikamenten sollten Sie deshalb immer genau einhalten. Im Artikel zur Nachsorge von Herzoperationen erhalten Sie praktische Tipps zur regelmäßigen Medikamenteneinnahme.

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